Micron Document
<!DOCTYPE html>
<html class="client-nojs vector-feature-language-in-header-enabled vector-feature-language-in-main-page-header-disabled vector-feature-page-tools-pinned-disabled vector-feature-toc-pinned-clientpref-0 vector-toc-not-available vector-feature-main-menu-pinned-disabled vector-feature-limited-width-clientpref-1 vector-feature-limited-width-content-enabled vector-feature-custom-font-size-clientpref-1 vector-feature-appearance-pinned-clientpref-0 skin-theme-clientpref-day vector-sticky-header-enabled" lang="de" dir="ltr"><head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Rilindja</title>
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<link rel="icon" type="image/png" href="./_res_/favicon.png">
<link rel="canonical" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rilindja"> <link href="./_mw_/ext.cite.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.wikimediamessages.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.icons.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.search.codex.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<meta name="ResourceLoaderDynamicStyles" content="">
<link href="./_mw_/ext.gadget.citeRef.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.defaultPlainlinks.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonHide.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonLayout.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonStyle.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiDarkmode.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiResponsive.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.specialSearch.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/site.styles.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/noscript.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/footer.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/vector-2022.css">
</head>
<body class="skin--responsive skin-vector skin-vector-search-vue mediawiki ltr sitedir-ltr mw-hide-empty-elt ns-0 ns-subject page-Rilindja rootpage-Rilindja skin-vector-2022 action-view">
<div class="mw-page-container">
<div class="mw-page-container-inner">
<div class="mw-content-container">
<main id="content" class="mw-body">
<header class="mw-body-header vector-page-titlebar">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Rilindja</span></h1>
</header>
<a id="top"></a>
<div id="bodyContent" class="vector-body ve-init-mw-desktopArticleTarget-targetContainer" aria-labelledby="firstHeading" data-mw-ve-target-container="">
<div id="contentSub">
<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">

<p>Mit <b>Rilindja</b> wird die <a href="Albaner" title="Albaner">albanische</a> <a href="Nationalbewegung" title="Nationalbewegung">Nationalbewegung</a> und <a href="Nationenbildung" title="Nationenbildung">Nationsbildung</a> in der Zeit zwischen etwa 1870 und der Unabhängigkeitserklärung <a href="Albanien" title="Albanien">Albaniens</a> am 28.&nbsp;November 1912 bezeichnet. <i>Rilindja Kombëtare</i> bedeutet <i>nationale Wiedergeburt</i>, andere Bezeichnungen sind <i>nationale Renaissance</i> und <i>nationales Erwachen</i>. Ihre Unterstützer werden als <i>Revivalisten</i> (<a href="Albanische_Sprache" title="Albanische Sprache">albanisch</a>&nbsp;<span style="font-style:italic"><span lang="sq"><i>Rilindas</i></span></span>) bezeichnet.<sup id="cite_ref-Kaser_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-Kaser-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Hintergrund">Hintergrund</h2></div>

<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Minderheit_im_Osmanischen_Reich">Minderheit im Osmanischen Reich</h3></div>
<p>Im 19.&nbsp;Jahrhundert war der <a href="Nationalismus" title="Nationalismus">Nationalismus</a> unter den Albanern weit weniger entwickelt als unter anderen südosteuropäischen Völkern. Erst ab den 1870er Jahren entstand unter den Albanern eine Bewegung des nationalen Erwachens, <i>Rilindja</i> genannt. Die Entwicklung eines albanischen Nationalbewusstseins begann erst Jahrzehnte nach der <a href="Griechische_Revolution" title="Griechische Revolution">griechischen Revolution</a> und war auch eine direkte Folge auf diese und andere <a href="S%C3%BCdosteuropa" title="Südosteuropa">südosteuropäische</a> Nationalismen der Völker unter <a href="Osmanisches_Reich" title="Osmanisches Reich">osmanischer</a> bzw. <a href="Habsburgermonarchie" title="Habsburgermonarchie">habsburgischer</a> Herrschaft.<sup id="cite_ref-Kaser_1-1" class="reference"><a href="#cite_note-Kaser-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die sozialen Voraussetzungen für eine Nationsbildung unter den Albanern waren denkbar ungünstig, um im Volk eine albanische Identität zu schaffen, denn es gab praktisch keine albanische Gesellschaft und Öffentlichkeit. Vor allem im Norden spielte sich das soziale Leben ausschließlich innerhalb <a href="Patriarchat_(Soziologie)" title="Patriarchat (Soziologie)">patriarchalisch</a> strukturierter Familienverbände (<a href="Albanische_Sprache" title="Albanische Sprache">albanisch</a>&nbsp;<span style="font-style:italic"><span lang="sq"><i>fis</i></span></span>) und Stämme ab. Mittel- und Südalbanien dagegen wurden von konservativen Großgrundbesitzern beherrscht, die die Masse der Bevölkerung in quasi-feudaler Abhängigkeit hielten und sich selbst zur osmanischen Oberschicht zählten.
</p><p>Die Albaner lebten verteilt auf vier <a href="Vil%C3%A2yet" title="Vilâyet">Vilâyets</a> (osmanische Provinzen) ohne geographisches oder politisches Zentrum. Der größten Gemeinsamkeit der Albaner, ihrer <a href="Albanische_Sprache" title="Albanische Sprache">Sprache</a>, fehlte eine vereinheitlichte Standard-Sprache und sogar ein standardisiertes Alphabet. Jede der fürs Alphabet zur Auswahl stehenden Optionen, die <a href="Lateinisches_Alphabet" title="Lateinisches Alphabet">lateinische</a>, die <a href="Arabische_Schrift" title="Arabische Schrift">arabische</a> und die <a href="Griechisches_Alphabet" title="Griechisches Alphabet">griechische Schrift</a>, waren mit verschiedenen politischen und religiösen Richtungen verbunden und wurde von gewissen Bevölkerungsgruppen abgelehnt. Noch im Jahr 1878 gab es auch in den am weitesten entwickelten albanischen Gebieten keine albanischen Schulen, so dass für die Ausbildung nur Schulen der griechisch-orthodoxen Kirche, katholische Klosterschulen und staatliche Schulen mit Unterricht auf <a href="T%C3%BCrkische_Sprache" title="Türkische Sprache">Türkisch</a> zur Auswahl standen.<sup id="cite_ref-balkans1453_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-balkans1453-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zudem waren die Albaner religiös in <a href="Sunniten" title="Sunniten">Sunniten</a>, <a href="Bektaschi" title="Bektaschi">Bektaschi</a>, <a href="Katholizismus" title="Katholizismus">Katholiken</a> und <a href="Orthodoxes_Christentum" class="mw-redirect" title="Orthodoxes Christentum">Orthodoxe</a> gespalten, so dass – anders als etwa bei den Serben und Griechen – auch die Religion nicht identitätsstiftend für die albanische Nation sein konnte; die Mehrheit der muslimischen Albaner war sogar religiös mit den herrschenden Osmanen verbunden. Wegen der unterschiedlichen Religionen der Albaner mussten die Führer der Nationalbewegung ihnen einen rein säkularen Charakter geben, der die religiösen Würdenträger zum Teil gegen sie aufbrachte. Gleichwohl spielten Geistliche der unterschiedlichen Bekenntnisse eine wichtige Rolle bei der albanischen Nationsbildung, denn sie waren fast die einzigen Angehörigen ihres Volkes mit einer höheren Schulbildung. Um 1900 waren über 90&nbsp;% der Albaner <a href="Analphabet" class="mw-redirect" title="Analphabet">Analphabeten</a>. Nur in den Städten <a href="Shkodra" title="Shkodra">Shkodra</a>, <a href="Prizren" title="Prizren">Prizren</a> und <a href="Kor%C3%A7a" title="Korça">Korça</a> gab es eine schmale bürgerliche Schicht – vornehmlich Kaufmannsfamilien, die mit westlicher Bildung in Berührung gekommen waren. Diese kleine Gruppe stellte neben den Geistlichen die meisten Träger der albanischen Nationalbewegung. Im Gegensatz zu den Nachbarn fehlte den Albanern auch das historische Vorbild eines ehemaligen einigenden albanischen Staats, auf das man sich hätte berufen können.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Vorgeschichte_in_der_Zeit_von_1831_bis_1878">Vorgeschichte in der Zeit von 1831 bis 1878</h3></div>
<p>1830 wurden rund 500 albanische <a href="Bey_(Titel)" title="Bey (Titel)">Beys</a> und ihre Wachen in <a href="Bitola" title="Bitola">Monastir</a> von den Osmanen getötet. 1831 belagerten die Osmanen die Burg <a href="Rozafa" title="Rozafa">Rozafa</a> in Shkodra und setzten die den <i><a href="Paschalik" title="Paschalik">Paschalik</a> Shkodra</i> beherrschenden Albaner ab.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zuvor hatten schon die Paschaliks von <a href="Berat" title="Berat">Berat</a> und <a href="Ioannina" title="Ioannina">Janina</a> nach der Ermordung von <a href="Tepedelenli_Ali_Pascha" title="Tepedelenli Ali Pascha">Ali Pascha Tepelena</a> im Jahr 1822 ihre relative Unabhängigkeit verloren. Die albanische Niederlage verhinderte eine geplante Allianz zwischen den Albanern und den <a href="Bosnier" title="Bosnier">Bosniern</a>, die auf ähnlichem Weg <a href="Autonomie" title="Autonomie">Autonomie</a> angestrebt hatten.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der <i>Paschalik von Shkodra</i> wurde durch die <a href="Vil%C3%A2yet" title="Vilâyet">Vilâyets</a> <a href="Vil%C3%A2yet_Shkodra" title="Vilâyet Shkodra">Shkodra</a> und <a href="Vil%C3%A2yet_Kosovo" class="mw-redirect" title="Vilâyet Kosovo">Kosovo</a> ersetzt.
</p><p><a href="Bushati" class="mw-disambig" title="Bushati">Bushati</a>-freundliche Aufstände in Shkodra zwischen 1833 und 1836 waren erfolglos. Als Reaktion auf die <a href="Tanzimat" title="Tanzimat">Tanzimat</a>-Reformen folgten größere Revolten 1844 in Nordalbanien unter der Führung von Dervish Cara und 1847 in Südalbanien unter <a href="Zenel_Gjoleka" title="Zenel Gjoleka">Zenel Gjoleka</a>, Rrapo Hekali und Hodo Nivica. Die Aufstände wurden unterdrückt, aber stärkten die nationale Identität und Verbindung unter den Albanern. Insofern spielten sie eine bedeutende Rolle fürs Aufflammen der albanischen Wiedergeburt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Aufkommen_des_albanischen_Nationalismus">Aufkommen des albanischen Nationalismus</h2></div>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Liga_von_Prizren" title="Liga von Prizren">Liga von Prizren</a></div>
<p>Für weitere Kreise der albanischen Elite wurde die nationale Frage zum ersten Mal im Zusammenhang mit dem <a href="Russisch-Osmanischer_Krieg_(1877-1878)" class="mw-redirect" title="Russisch-Osmanischer Krieg (1877-1878)">Russisch-Türkischen Krieg 1877–1878</a> und dem <a href="Frieden_von_San_Stefano" title="Frieden von San Stefano">Vertrag von San Stefano</a> vom 3.&nbsp;März 1878 evident. Die Niederlage der Türken war ein entscheidender Schlag für die osmanische Macht auf der <a href="Balkanhalbinsel" title="Balkanhalbinsel">Balkanhalbinsel</a>. Das russische Friedensdiktat hätte Teile des albanischen Siedlungsgebietes unter die Herrschaft der christlichen Staaten <a href="Bulgarien" title="Bulgarien">Bulgarien</a> und <a href="Montenegro" title="Montenegro">Montenegro</a> gestellt. Dagegen formierte sich albanischer Widerstand erstmals auf nationaler Basis, denn er wurde nicht nur von den Sunniten und Bektaschi, sondern auch von den katholischen <a href="Gegen" class="mw-redirect" title="Gegen">Gegen</a> getragen.
</p><p><a href="%C3%96sterreich-Ungarn" title="Österreich-Ungarn">Österreich-Ungarn</a> und <a href="Vereinigtes_K%C3%B6nigreich_von_Gro%C3%9Fbritannien_und_Irland" class="mw-redirect" title="Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland">Großbritannien</a> verhinderten die Umsetzung des Abkommens von San Stefano, weil dadurch <a href="Russisches_Kaiserreich" title="Russisches Kaiserreich">Russland</a> eine zu vorherrschende Position auf dem Balkan erhalten hätte, was das europäische <a href="M%C3%A4chtegleichgewicht" title="Mächtegleichgewicht">Mächtegleichgewicht</a> gestört hätte. Auf dem <a href="Berliner_Kongress" title="Berliner Kongress">Berliner Kongress</a> später in diesem Jahr wurde neu verhandelt.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die drohende Aufteilung des Siedlungsgebiets gab dem albanischen Nationalismus einen ersten Aufschwung und trieb die Albaner an, eine Verteidigung ihres Heimatlandes zu organisieren.
</p>


<p>Im Frühjahr 1878 bildeten einflussreiche Albaner in <a href="Konstantinopel" title="Konstantinopel">Konstantinopel</a> ein geheimes Komitee, um den Widerstand ihrer Landsleute zu lenken. Beteiligt war unter anderem <a href="Abdyl_Frash%C3%ABri" title="Abdyl Frashëri">Abdyl Frashëri</a>, die wichtigste Führungspersönlichkeit der frühen albanischen Nationalbewegung. Auf Initiative dieses Komitees kamen am 10.&nbsp;Juni 1878 über 80 Delegierte – zumeist islamische Geistliche, muslimische Großgrundbesitzer und diverse Stammesführer – aus den vier Vilâyets mit albanischer Bevölkerung in der <a href="Kosovo" title="Kosovo">kosovarischen</a> Stadt <a href="Prizren" title="Prizren">Prizren</a> zusammen. Sie bildeten als ständige Organisation die von einem Zentralkomitee geleitete <a href="Liga_von_Prizren" title="Liga von Prizren">Liga von Prizren</a>, deren Ziel es war, Truppenverbände zu bilden, die das albanische Siedlungsgebiet gegen die Aufteilung und die Ansprüche fremder Mächte verteidigen sollten. Dafür zog sie auch die Steuererhebung an sich. Des Weiteren erstrebte die Liga die Bildung eines vereinten autonomen albanischen Verwaltungsbezirks innerhalb des Osmanischen Reiches. Ein unabhängiges Albanien wurde hingegen nicht beabsichtigt.<sup id="cite_ref-balkans1453_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-balkans1453-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Notgedrungen unterstützte die geschwächte osmanische Regierung zunächst das Wirken der Liga, nur verlangte sie, dass sich die Albaner in erster Linie als Osmanen erklären und als solche im Interesse des Gesamtstaats handeln sollten. Dies war unter den Albanern umstritten. Ein Teil der Delegierten setzte auf die gemeinsame osmanisch-muslimische Identifikation – die auch das heutige <a href="Bosnien_und_Herzegowina" title="Bosnien und Herzegowina">Bosnien und Herzegowina</a> umfasste –, andere um Abdyl Frashëri stellten das Wirken für die albanischen Interessen über Religionen und Stämme hinweg in den Mittelpunkt. Damit wollten sie nicht zuletzt auch die christlichen Albaner für das Programm der Liga gewinnen. Da die Mehrheit muslimisch war, unterstützte die Liga von Prizren die Erhaltung der osmanischen Oberhoheit.<sup id="cite_ref-turku_7-0" class="reference"><a href="#cite_note-turku-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Juli 1878 sandte die Liga ein Memorandum an die Vertreter der Großmächte beim <a href="Berliner_Kongress" title="Berliner Kongress">Berliner Kongress</a>. Die Liga forderte darin, dass das gesamte albanische Siedlungsgebiet als autonome Provinz unter türkischer Herrschaft bleiben solle.<sup id="cite_ref-turku_7-1" class="reference"><a href="#cite_note-turku-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Kongress ignorierte diese Forderung; der Verhandlungsführer in <a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a>, Reichskanzler <a href="Otto_von_Bismarck" title="Otto von Bismarck">Otto von Bismarck</a>, stellte <a href="Apodiktische_Aussage" title="Apodiktische Aussage">apodiktisch</a> fest, dass eine albanische Nation gar nicht existiere, weshalb eine derartige Forderung irrelevant sei: „Albanien ist nur ein geographischer Begriff.“<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Entsprechend beschloss der Kongress, Montenegro die Städte <a href="Bar_(Montenegro)" title="Bar (Montenegro)">Bar</a> und <a href="Podgorica" title="Podgorica">Podgorica</a> sowie die Dörfer <a href="Plav_(Montenegro)" title="Plav (Montenegro)">Plav</a> und <a href="Gusinje" title="Gusinje">Gusinje</a> zuzusprechen, die von den albanischen Führern als albanische Gebiete betrachtet wurden. Die Grenzänderungen und die Furcht, dass ganz <a href="Epirus_(historische_Region)" title="Epirus (historische Region)">Epirus</a> an Griechenland fallen könnte, lösten blutige Aufstände der Albaner aus, die mehr oder weniger von der Liga gesteuert und von ihren Truppen getragen wurden. Die Albaner, deren Mehrheit gegenüber dem Reich loyal war, wurden zum Teil auch von der <a href="Hohe_Pforte" title="Hohe Pforte">Hohen Pforte</a> mit Waffen ausgerüstet. Der bewaffnete Widerstand der Liga konzentrierte sich auf Plav und Gusinje, Shkodra, Prizren, <a href="Preveza" title="Preveza">Preveza</a> und Ioannina, wobei die Verbände das umstrittene Gebiet zwischen <a href="Ulcinj" title="Ulcinj">Ulcinj</a>, Shkodra, Plav und Prizren zeitweise kontrollierten.<sup id="cite_ref-turku_7-2" class="reference"><a href="#cite_note-turku-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im August 1878 beorderte der Kongress von Berlin eine Kommission mit der Festlegung der Grenze zwischen dem Osmanischen Reich und Montenegro. Der Kongress wies auch Griechenland und das Osmanische Reich an, eine Lösung für ihren Grenzkonflikt auszuhandeln. Die Großmächte erwarteten von den Osmanen, sicherzustellen, dass die Albaner die neuen Grenzen respektieren würden, ohne in Betracht zu ziehen, dass das Militär des Sultans zu schwach war, eine Einigung durchzusetzen, und dass die Osmanen vom albanischen Widerstand nur profitieren konnten. Die Hohe Pforte bewaffnete vielmehr sogar die Albaner und erlaubte ihnen, Steuern zu erheben. So übernahmen kurzerhand albanische Stammesleute katholischen Glaubens die Kontrolle in den Gebieten, als die osmanische Armee aus den Montenegro zugesprochenen Gebieten abzog. Ein Stammesangehöriger aus dem Grenzgebiet beschrieb die Grenze damals <i>in Blut schwimmend</i>. Der erfolgreiche albanische Widerstand gegen das Abkommen – darunter die <a href="Schlacht_von_Nok%C5%A1i%C4%87" class="mw-redirect" title="Schlacht von Nokšić">Schlacht von Nokšić</a> – zwang die Großmächte, die Grenzen zu ändern, so dass Plav und Gusinje im Osmanischen Reich verblieben und Montenegro die Küstenstadt Ulcinj zugesprochen bekam, die mehrheitlich von albanischen Muslimen bewohnt wurde. Die Albaner dort widersetzten sich hingegen der Preisgabe. Nach einer Blockade des Hafens von Ulcinj durch die Großmächte wurden die osmanischen Behörden dazu gezwungen, die Albaner unter Kontrolle zu bringen. 1881 entschieden die Großmächte, nur die Region <a href="Thessalien" title="Thessalien">Thessalien</a> und die Stadt <a href="Arta_(Griechenland)" title="Arta (Griechenland)">Arta</a> am <a href="Ionisches_Meer" title="Ionisches Meer">Ionischen Meer</a> an Griechenland abzutreten.<sup id="cite_ref-balkans1453_3-2" class="reference"><a href="#cite_note-balkans1453-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nachdem die Grenzfrage vorerst geklärt war, wandte sich die Liga von Prizren verstärkt ihrer innenpolitischen Forderung nach Autonomie zu. Das wieder halbwegs stabilisierte osmanische Regime war aber nicht zu Zugeständnissen bereit. Unter dem wachsenden internationalen Druck, die hartnäckigen Albaner zu <i>befrieden</i>, sandte der Sultan eine große Armee von rund 10.000 Männern unter der Führung von Derwisch Turgut Pascha, um die Liga von Prizren zu zerschlagen und Ulcinj an Montenegro zu übergeben. Diese nahm im April 1881 Prizren ein und zerstreute die Truppen der Liga. Später brachen sie den Widerstand in Ulcinj. Von Bedeutung war dabei, dass viele muslimische Albaner nicht gegen die Soldaten des Sultans kämpfen wollten.
</p><p>Die Führer der Liga wurden samt Familien verhaftet und deportiert. Abdyl Frashëri, der zuerst <a href="Todesstrafe" title="Todesstrafe">zum Tode verurteilt</a> worden war, saß bis 1885 im Gefängnis und durfte bis zu seinem Tod sieben Jahre später nicht nach Albanien zurückkehren. Während ihres dreijährigen Bestehens war es der Liga von Prizren zumindest gelungen, die Großmächte auf die Albaner und ihre nationalen Interessen aufmerksam zu machen. Montenegro und Griechenland erhielten zudem viel weniger Territorium, das von Albanern bewohnt wurde, als sie ohne den Widerstand der Liga erhalten hätten.<sup id="cite_ref-turku_7-3" class="reference"><a href="#cite_note-turku-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nach der Zerschlagung der Liga von Prizren gab es für zwei Jahrzehnte keine politische Bewegung der Albaner mehr. Die nationalen Aktivisten im Lande selbst, vor allem aber in der Emigration, engagierten sich in der folgenden Zeit vor allem auf kulturellem Gebiet, während die muslimischen Großgrundbesitzer und die islamische Geistlichkeit, soweit sie überhaupt an der albanischen Bewegung der Jahre 1878–1881 beteiligt gewesen waren, sich wieder in die osmanische Gesellschaft integrierten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Die_Schaffung_einer_nationalen_Kultur">Die Schaffung einer nationalen Kultur</h2></div>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Albanische_Sprache" title="Albanische Sprache">Albanische Sprache</a></div>


<p>Die kulturelle Bewegung der Albaner war Ende des 19.&nbsp;Jahrhunderts auf einige wenige Orte im In- und Ausland konzentriert. Die einzelnen Gruppen nationaler Aktivisten agierten dabei relativ isoliert voneinander, was nicht zuletzt den ungünstigen Verkehrs- und Kommunikationsbedingungen auf dem Balkan geschuldet war. Dies war aber bei weitem nicht das einzige Hemmnis zur Etablierung eines albanischen Kulturlebens. So dominierten in den meisten Zentren der albanisch besiedelten Vilâyets bei den städtischen Oberschichten andere Sprachen und Kulturen: in <a href="Skopje" title="Skopje">Skopje</a> und <a href="Bitola" title="Bitola">Monastir</a> <a href="T%C3%BCrkische_Sprache" title="Türkische Sprache">Türkisch</a> und <a href="Bulgarische_Sprache" title="Bulgarische Sprache">Bulgarisch</a>, in <a href="Ioannina" title="Ioannina">Janina</a> <a href="Griechische_Sprache" title="Griechische Sprache">Griechisch</a> und Türkisch, in <a href="Prizren" title="Prizren">Prizren</a> Türkisch und <a href="Serbische_Sprache" title="Serbische Sprache">Serbisch</a>. Nur in <a href="Shkodra" title="Shkodra">Shkodra</a> war Albanisch die wichtigste Sprache des städtischen Bürgertums. In <a href="Kor%C3%A7a" title="Korça">Korça</a> dagegen war das Griechische ebenso stark vertreten wie das Albanische. Die im 20.&nbsp;Jahrhundert bedeutenden Küstenstädte <a href="Durr%C3%ABs" title="Durrës">Durrës</a> und <a href="Vlora" title="Vlora">Vlora</a> waren Ende des 19.&nbsp;Jahrhunderts keine kulturellen Zentren der <a href="Albaner" title="Albaner">Albaner</a>. Ihre Bedeutung lag in der guten Anbindung an das westliche Europa. Hier wie auch in Shkodra war das <a href="Italienische_Sprache" title="Italienische Sprache">Italienische</a> wichtige Verkehrs- und Kultursprache.
</p><p>1880 gab es keine Schule mit albanischer Unterrichtssprache. Der Druck albanischer Bücher war im Osmanischen Reich zeitweise verboten. Eine normierte albanische Schriftsprache existierte noch nicht einmal in Ansätzen. Wenn überhaupt Albanisch geschrieben wurde, dann im <a href="Gegisch" title="Gegisch">gegischen</a> oder <a href="Toskisch" title="Toskisch">toskischen</a> Dialekt. Auch die <a href="Arb%C3%ABresh" class="mw-redirect" title="Arbëresh">Arbëresh</a> in <a href="S%C3%BCditalien" title="Süditalien">Süditalien</a> hatten ihre eigene Schreibweise. Hinzu kam, dass je nach Konfessionszugehörigkeit entweder das <a href="Lateinisches_Alphabet" title="Lateinisches Alphabet">lateinische</a> oder das <a href="Griechisches_Alphabet" title="Griechisches Alphabet">griechische Alphabet</a>, seltener auch die <a href="Arabische_Schrift" title="Arabische Schrift">arabische Schrift</a> verwendet wurde.
</p><p>Um 1870 setzten die Bemühungen albanischer Intellektueller ein, die Schriftsprache zu vereinheitlichen. In <a href="Elbasan" title="Elbasan">Elbasan</a> schuf man ein eigenes albanisches Alphabet, das aber nur dort verwendet wurde und sich nicht durchsetzen konnte. Erfolgreicher waren die Bestrebungen einiger Albaner in Konstantinopel: Eine Gruppe, der unter anderem <a href="Pashko_Vasa" title="Pashko Vasa">Pashko Vasa</a>, <a href="Hasan_Tahsini" title="Hasan Tahsini">Hasan Tahsini</a>, Jani Vreto und <a href="Sami_Frash%C3%ABri" title="Sami Frashëri">Sami Frashëri</a> angehörten, gab 1878 eine Schrift mit dem Titel <i>Das lateinische Alphabet angepasst für die Albanische Sprache</i> heraus. Darin wurden wichtige Grundlagen für die albanische Schreibweise festgelegt, die teilweise bis heute gültig sind.
</p><p>In Konstantinopel wurde 1879 auch die <i>Gesellschaft zum Drucken albanischer Schriften</i> (alb. <i>Shoqëria e të shtypuri shkronja shqip</i>) gegründet. Mitglieder waren muslimische, katholische und orthodoxe Albaner. Samis Bruder, <a href="Naim_Frash%C3%ABri" title="Naim Frashëri">Naim Frashëri</a>, ein berühmter Dichter, verfasste in den neunziger Jahren des 19.&nbsp;Jahrhunderts die ersten albanischsprachigen Schulbücher. Im Umfeld des Vereins erschienen seit 1884 zudem die ersten Zeitungen auf Albanisch. Auch albanische Emigranten in <a href="Bulgarien" title="Bulgarien">Bulgarien</a>, <a href="%C3%84gypten" title="Ägypten">Ägypten</a>, <a href="Italien" title="Italien">Italien</a>, <a href="Rum%C3%A4nien" title="Rumänien">Rumänien</a> und in den <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">Vereinigten Staaten</a> entwickelten kulturelle Aktivitäten: Weitere Druckorte albanischer Bücher waren in jener Zeit <a href="Bukarest" title="Bukarest">Bukarest</a>, wo eine große Emigrantengemeinde existierte, und verschiedene italienische Städte.
</p>

<p>Griechen, die die Ausbildung der orthodoxen Albaner beeinflussten, unterstützten die Türken bei der Unterdrückung der albanischen Kultur und insbesondere des albanischsprachigen Unterrichts. 1886 drohte der ökumenische <a href="%C3%96kumenisches_Patriarchat_von_Konstantinopel" title="Ökumenisches Patriarchat von Konstantinopel">Patriarch von Konstantinopel</a>, jeden zu <a href="Exkommunikation" title="Exkommunikation">exkommunizieren</a>, der beim Lesen oder Schreiben auf Albanisch ertappt würde. Priester lehrten, dass Gott keine auf Albanisch gesprochenen Gebete verstehen würde.<sup id="cite_ref-turku_7-4" class="reference"><a href="#cite_note-turku-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Trotz der Ablehnung des Albanischen als Schul-, Verwaltungs- und Kirchensprache durch die <a href="Orthodoxe_Kirche" class="mw-redirect" title="Orthodoxe Kirche">griechisch-orthodoxe Kirche</a> wurde von <a href="Gjerasim_Qiriazi" title="Gjerasim Qiriazi">Gjerasim Qiriazi</a> und Sevastia Qiriazi die erste albanischsprachige Schule 1887 in Korça in unmittelbarer Nähe der orthodoxen Kathedrale gegründet. Diese private Schule war auch die erste säkulare Bildungsstätte des Landes, die Schülern aller Konfessionen offenstand. Bis zur Ausrufung der Unabhängigkeit wurden landesweit kaum drei Dutzend derartiger Schulen gegründet. Albanisch wurde aber auch an den katholischen Schulen im Norden und in vielen <a href="Tekke" title="Tekke">Tekken</a> der Bektaschi unterrichtet. Die Schulen der katholischen Orden, wie auch der Bektaschi, leisteten viel für die Weiterentwicklung und Verbreitung der albanischen Sprache. 1902 übernahm der Franziskanerpater und Dichter <a href="Gjergj_Fishta" title="Gjergj Fishta">Gjergj Fishta</a> die Leitung des Gymnasiums seines Ordens in Shkodra. Nebenbei wirkte er als Herausgeber verschiedener Zeitschriften.
</p><p>Wie andere Bewegungen der <a href="Nationalromantik" title="Nationalromantik">Nationalromantik</a> in ganz <a href="Europa" title="Europa">Europa</a> suchten auch die Albaner einen nationalen <a href="Gr%C3%BCndungsmythos" title="Gründungsmythos">Gründungsmythos</a>, der am besten eine nationale Identität schuf, die möglichst weit in die Antike zurückreicht. Zuerst favorisierten die nationalistischen albanischen Autoren die <a href="Pelasger" title="Pelasger">Pelasger</a> als Vorahnen der Albaner. Mit der Zeit wurden diese aber von den <a href="Illyrer" title="Illyrer">Illyrern</a> verdrängt, was auch von der Forschung gewisse Unterstützung erhielt. Die Theorie der Abstammung von den Illyrern wurde bald zu einer Säule des albanischen Nationalismus, vor allem weil sie Kontinuität albanischer Anwesenheit seit der Antike sowohl im Kosovo als auch in Südalbanien, also in ethnisch umstrittenen Gebieten, belegte.<sup id="cite_ref-myths_9-0" class="reference"><a href="#cite_note-myths-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Albaner behaupteten, dass <a href="Alexander_der_Gro%C3%9Fe" title="Alexander der Große">Alexander der Große</a> Pelasger, Illyrer und somit Albaner war und dass die <a href="Antikes_Griechenland" title="Antikes Griechenland">altgriechische Kultur und Zivilisation</a> somit durch Albaner verbreitet worden sei; <a href="Antike_Makedonen" class="mw-redirect" title="Antike Makedonen">Makedonen</a> wurden als Ahnen der Albaner betrachtet. <a href="Griechische_Mythologie" title="Griechische Mythologie">Griechische Götter</a> wurden ebenfalls als <i>albanisch</i> betrachtet.<sup id="cite_ref-myths_9-1" class="reference"><a href="#cite_note-myths-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Zerfall_des_Osmanischen_Reichs:_Auf_dem_Weg_zum_Nationalstaat">Zerfall des Osmanischen Reichs: Auf dem Weg zum Nationalstaat</h2></div>

<p>Auch nach dem Kongress von Berlin dauerte der Zerfall des Osmanischen Reichs an. An der Wende vom 19. zum 20.&nbsp;Jahrhundert verschärfte sich die innere Krise des Osmanischen Reichs erneut. Die finanziellen Probleme hielten Sultan <a href="Abd%C3%BClhamid_II." title="Abdülhamid II.">Abdülhamid II.</a> davon ab, das Militär zu reformieren. Er suchte Zuflucht in der Repression, um die Ordnung aufrechtzuerhalten. Erfolglos bemühten sich die Behörden, die politische Situation in den von Albanern bewohnten Vilâyets zu kontrollieren, indem sie vermeintliche Nationalisten inhaftierten. Nachdem der Sultan abgelehnt hatte, die vier Vilâyets zu vereinen, versammelten die albanischen Führer die <a href="Liga_von_Peja" title="Liga von Peja">Liga in Peja</a> erneut. Sie stifteten Aufstände an, die in den albanischen Gebieten und vor allem im Kosovo beinahe <a href="Anarchie" title="Anarchie">Anarchie</a> zur Folge hatten. 1900 lösten die osmanischen Behörden die Liga erneut auf, richteten ihren Präsidenten hin und verboten albanischsprachige Bücher und Schriften.
</p><p>In Albanien, im Kosovo und in <a href="Nordmazedonien" title="Nordmazedonien">Mazedonien</a> operierten Diebesbanden verschiedener Nationalitäten, deren nationale Ziele oft nur als Vorwand für Raub und Mord dienten. In Mazedonien, wo von Bulgarien, Griechenland und Serbien unterstützte Guerillatruppen gegen die Osmanen und untereinander kämpften, wurden muslimische Albaner angegriffen. Albanische Widerstandskämpfer übten Vergeltung. In Monastir wurde 1905 von Albanern ein <i>Geheimes Komitee für die Befreiung Albaniens</i> gegründet.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im September 1906 ermordeten albanische Nationalisten den <a href="Orthodoxe_Kirchen" title="Orthodoxe Kirchen">griechisch-orthodoxen</a> <a href="Metropolit" title="Metropolit">Metropoliten</a> von <a href="Kor%C3%A7a" title="Korça">Korça</a>, der sie gegen sich aufgebracht hatte.<sup id="cite_ref-Jelavich_11-0" class="reference"><a href="#cite_note-Jelavich-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die letzten Jahre der osmanischen Herrschaft über Albanien verliefen im Chaos und waren von Gewaltakten der <a href="Osmanische_Armee" title="Osmanische Armee">Regierungstruppen</a> und verschiedener Gruppen von Aufständischen sowie Räuberbanden überschattet.
</p><p>Von größter Bedeutung für die albanische Nationalbewegung war das 1899 anonym in Bukarest erschienene politische Manifest <i>Shqipëria – ç’ka qenë, ç’është e ç’do të bëhet (Albanien – was es war, was es ist und was es sein wird)</i> von <a href="Sami_Frash%C3%ABri" title="Sami Frashëri">Sami Frashëri</a>. In dieser viel gelesenen Schrift wurde erstmals die Forderung erhoben, einen albanischen Nationalstaat zu errichten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Machtübernahme_der_Jungtürken"><span id="Macht.C3.BCbernahme_der_Jungt.C3.BCrken"></span>Machtübernahme der Jungtürken</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Jungt%C3%BCrken" title="Jungtürken">Jungtürken</a></i></div>
<p>In diese Zeit der Wirren fiel auch die <a href="Jungt%C3%BCrken" title="Jungtürken">jungtürkische Revolution</a>, die ihr Zentrum in den verbliebenen europäischen Provinzen des Osmanischen Reiches (Albanien, Mazedonien und <a href="Thrakien_(Landschaft)" title="Thrakien (Landschaft)">Thrakien</a>) hatte. Zur reformorientierten politischen Bewegung der Jungtürken gehörte auch eine Reihe Albaner. 1907 trafen sich jungtürkische Parlamentsabgeordnete in <a href="Thessaloniki" title="Thessaloniki">Thessaloniki</a> und gründeten ein revolutionäres Komitee. Im Juli 1908 begann unter Führung von <a href="Enver_Pascha" title="Enver Pascha">Enver Pascha</a> und <a href="Talaat_Pascha" class="mw-redirect" title="Talaat Pascha">Talaat Pascha</a> eine erfolgreiche Militärrevolte gegen den absolutistisch regierenden Sultan Abdülhamid II., die die Bewegung an die Regierung brachte. Die Jungtürken versuchten zu Beginn ihrer Herrschaft, eine parlamentarisch-konstitutionelle Regierung im Osmanischen Reich einzurichten, die auch die Mitbestimmungs- oder Autonomiebestrebungen christlicher und nichttürkischer islamischer Minderheiten zu berücksichtigen versuchte. Namentlich mit den organisierten Vertretern der <a href="Armenier" title="Armenier">Armenier</a> und der Albaner wollte man kooperieren.
</p><p>Während der liberalen Anfangsphase des jungtürkischen Regimes trafen sich albanische Intellektuelle aus allen Teilen des Landes im November 1908 zum <a href="Kongress_von_Monastir" title="Kongress von Monastir">Kongress von Monastir</a>. Auf dieser Versammlung wurde endgültig beschlossen, dass die <a href="Albanische_Sprache" title="Albanische Sprache">albanische Sprache</a> fortan ausschließlich in lateinischer Schrift geschrieben werden soll. Man einigte sich außerdem auf eine streng phonetische Schreibweise mit nur zwei Sonderzeichen. Da diese Regelungen bis heute gültig sind, wird der Kongress von Monastir als Geburtsstunde einer modernen einheitlichen albanischen Orthographie angesehen.
</p>

<p>Das konstitutionelle Experiment der Jungtürken scheiterte am Widerstand der alten konservativen Eliten und der allgemeinen Krise des Reichs, die auch die neue Regierung nicht in den Griff bekam. In Albanien und Mazedonien herrschten bürgerkriegsähnliche Zustände. Hier kämpften die Anhänger der jungtürkischen Regierung gegen die alten Eliten und gegen die Anhänger der Nationalbewegungen, die die Unabhängigkeit erreichen wollten, egal ob sich das Reich als reformfähig erweisen sollte oder nicht. Ende 1909 suspendierte die jungtürkische Regierung die Verfassung und das Regime wandelte sich mehr und mehr in eine Militärdiktatur. Diese setzte bald auf einen aggressiven türkischen Nationalismus als ideologische Basis für ihre Herrschaft und erneuerte den Druck auf die ethnischen Minderheiten. Damit wurde die osmanische Herrschaft bei den Albanern endgültig in Verruf gebracht. Noch vor Ausbruch des <a href="Erster_Balkankrieg" class="mw-redirect" title="Erster Balkankrieg">Ersten Balkankriegs 1912/13</a> hatte die Regierung in <a href="Istanbul" title="Istanbul">Istanbul</a> auch unter den muslimischen Albanern kaum noch Anhänger. Die neue Regierung rief zur muslimischen Solidarität auf, um die albanische Einheit zu brechen, und nutzte muslimische Geistliche, um die arabische Schrift durchzusetzen.<sup id="cite_ref-turku_7-5" class="reference"><a href="#cite_note-turku-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Albaner widersetzten sich der Jungtürken-Kampagne, sich durch Gewalt <i>osmanisieren</i> zu lassen. 1910 brach im Kosovo ein bewaffneter Aufstand gegen die osmanische Herrschaft aus, der sich im Laufe des folgenden Jahres auch nach Nordalbanien ausdehnte. Die Aufständischen wollten nun die staatliche Unabhängigkeit mit Waffengewalt durchsetzen. Die Armee unterdrückte diese Rebellion nach drei Monaten, verbot albanischen Organisationen, entwaffnete die ganze Region und schloss Schulen und Zeitungen. Montenegro, das von Albanern bewohnte Gebiete für sich beanspruchte, unterstützte einen Aufstand der Bergstämme gegen die Jungtürken im Jahr 1911, der sich immer mehr zur ausgedehnten Revolte entwickelte. Wichtiger Anführer in dieser Zeit war der Kosovare <a href="Isa_Boletini" title="Isa Boletini">Isa Boletini</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Aufstand_der_Hochländer_im_Jahr_1911"><span id="Aufstand_der_Hochl.C3.A4nder_im_Jahr_1911"></span>Aufstand der Hochländer im Jahr 1911</h3></div>

<p>Das Aufleben des albanischen Nationalismus wurde durch die Schlacht von Deçiq, die am 6.&nbsp;April 1911 bei <a href="Tuzi" title="Tuzi">Tuzi</a> stattfand, weiter angefacht. Der Aufstand der <a href="Mal%C3%ABsia_e_Madhe" title="Malësia e Madhe">Malësoren</a>, der albanischen Bewohner des Berglands, wurden von <a href="Ded%C3%AB_Gjon_Luli_Dedvukaj" title="Dedë Gjon Luli Dedvukaj">Dedë Gjon Luli Dedvukaj</a> angeführt. Ihnen standen türkische Truppen unter Durgut Pascha gegenüber. Der lange, blutige Kampf endete mit einem Sieg der Albaner. Während der Schlacht wurde die <a href="Flagge_Albaniens" title="Flagge Albaniens">albanische Flagge</a> zum ersten Mal seit dem Fall <a href="Shkodra" title="Shkodra">Shkodras</a> im Jahr 1479 wieder gehisst. Gestärkt durch den Sieg, fanden die Albaner Vertrauen und nationales Bewusstsein. Dies führte zu Ereignissen, die in der Unabhängigkeitserklärung am 28.&nbsp;November 1912 gipfelten. Noch heute werden Lieder und Geschichten vorgetragen, die an den wichtigen Kampf auf dem Weg zur Unabhängigkeit erinnern.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Albanischer_Aufstand_von_1912">Albanischer Aufstand von 1912</h3></div>

<p>Der albanische Aufstand von 1912 war eine von vielen Revolten im Osmanischen Reich und dauerte vom Januar bis August 1912. Nach einigen kleineren Erfolgen gelang es albanischen Aufständischen, <a href="Skopje" title="Skopje">Skopje</a>, das administrative Zentrum des <a href="Vil%C3%A2yet_Kosovo" class="mw-redirect" title="Vilâyet Kosovo">Vilâyets Kosovo</a>, einzunehmen.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bald waren nur noch die größeren Städte unter Kontrolle der osmanischen Truppen. Der Aufstand endete, nachdem die osmanische Regierung am 4.&nbsp;September 1912 zugestanden hatte, die Forderungen der Rebellen zu erfüllen, darunter autonome Behörden und Justiz in den albanischen Vilâyets, und Zugeständnisse betreffend der Schulen, militärischer Dienstpflicht, Steuern und der Verwendung des lateinischen Alphabets für die albanische Sprache.<sup id="cite_ref-shaw_15-0" class="reference"><a href="#cite_note-shaw-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Hingegen widersetzte sich die Regierung der Forderung, die vier von Albanern bewohnten <a href="Albanisches_Vil%C3%A2yet" title="Albanisches Vilâyet">Vilâyets zu vereinigen</a>.<sup id="cite_ref-Jelavich_11-1" class="reference"><a href="#cite_note-Jelavich-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Balkankriege_und_die_Bildung_eines_unabhängigen_Albaniens"><span id="Balkankriege_und_die_Bildung_eines_unabh.C3.A4ngigen_Albaniens"></span>Balkankriege und die Bildung eines unabhängigen Albaniens</h2></div>
<p>Bevor eine endgültige Einigung erzielt werden konnte, brach der <a href="Erster_Balkankrieg" class="mw-redirect" title="Erster Balkankrieg">Erste Balkankrieg</a> aus. Die Balkanbund-Armeen Serbiens, Bulgariens, Montenegros und Griechenlands drängten die Osmanen schnell bis an die Mauern von Konstantinopel zurück. Die Montenegriner belagerten Shkodra.
</p><p>Die Aufständischen gerieten in eine schwierige Lage. Hatten sie zuvor versucht, die türkischen Garnisonen im Land zu schwächen, so war es nun erforderlich, wie diese gegen den Einfall der Armeen Montenegros und Serbiens in das albanische Siedlungsgebiet kämpfen, um einen nationalen Einheitsstaat zu erreichen, denn Serben, Montenegriner und Griechen planten, das albanische Siedlungsgebiet unter ihre bereits existierenden Staaten aufzuteilen. Nach kurzer Zeit jedoch hatten die Armeen dieser Staaten die Oberhand gewonnen. Ende November 1912 waren nur noch Shkodra und Janina in türkischer Hand; Kosovo, Teile Nordalbaniens und Mazedoniens waren serbisch beziehungsweise montenegrinisch besetzt; in Epirus standen die Griechen. In Durrës trafen serbische Verbände am 29.&nbsp;November 1912 ein. Nur ein relativ kleines Gebiet zwischen Elbasan im Norden und Vlora im Süden wurde von lokalen albanische Gruppierungen kontrolliert.
</p>


<p>Die Albaner hatten schnell erkannt, dass sie endlich handeln mussten, auch wenn noch immer viele einer Loslösung vom Osmanischen Reich skeptisch gegenüberstanden.<sup id="cite_ref-ekrem_vlora_2_16-0" class="reference"><a href="#cite_note-ekrem_vlora_2-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bei Ausbruch des Ersten Balkankriegs reiste <a href="Ismail_Qemali" title="Ismail Qemali">Ismail Qemali</a> über Bukarest nach Österreich-Ungarn. In <a href="Budapest" title="Budapest">Budapest</a> erhielt er von Außenminister <a href="Leopold_Berchtold" title="Leopold Berchtold">Leopold Graf Berchthold</a> die Zusage, dass die Donaumonarchie die Errichtung eines unabhängigen albanischen Staates unterstützen würde. Auf einem österreichischen Schiff kehrte Qemali am 19.&nbsp;November 1912 nach Albanien zurück. Er reiste sogleich von Durrës nach Vlora und leitete dort die eiligst einberufene Nationalversammlung vom 28.&nbsp;November 1912, auf der viele Vertreter jedoch noch fehlten. Unter dem Vorsitz von Qemali wurde der unabhängige Staat Albanien ausgerufen und eine provisorische Regierung ernannt. Zusammen mit <a href="Isa_Boletini" title="Isa Boletini">Isa Boletini</a> und <a href="Luigj_Gurakuqi" title="Luigj Gurakuqi">Luigj Gurakuqi</a> hisste Qemali, der zum Ministerpräsidenten ernannt worden war, die rote <a href="Flagge_Albaniens" title="Flagge Albaniens">Flagge</a> mit <a href="Skanderbeg" title="Skanderbeg">Skanderbegs</a> <a href="Doppeladler" title="Doppeladler">Doppeladler</a> als Zeichen der nationalen Unabhängigkeit der Albaner. Die grundlegenden Fragen wurden aber von der <a href="Londoner_Vertrag_(1913)" title="Londoner Vertrag (1913)">Botschafterkonferenz in London</a>, die im Dezember 1912 eröffnet wurde, entschieden und im Mai 1913 abschließend geregelt.
</p><p>Eines der grundlegenden Ziele der serbischen Kriegsführung war, einen Hafen an der <a href="Adriatisches_Meer" title="Adriatisches Meer">Adria</a> zu erlangen, bevorzugt Durrës und <a href="Sh%C3%ABngjin" title="Shëngjin">Shëngjin</a> (<i>San Giovanni di Medua</i>). Österreich-Ungarn und <a href="Italien" title="Italien">Italien</a> widersetzten sich diesen Plänen, da sie sich vor russischem Einfluss im <a href="Mittelmeer" title="Mittelmeer">Mittelmeer</a> fürchteten. Deswegen unterstützten sie die Bildung eines unabhängigen albanischen Staats. Russland hingegen unterstützte die Ansprüche von Serbien und Montenegro auf albanische Gebiete. Großbritannien und <a href="Deutsches_Reich" title="Deutsches Reich">Deutschland</a> waren neutral. Die vom britischen Außenminister <a href="Edward_Grey" title="Edward Grey">Edward Grey</a> geleitete Botschafterkonferenz entschied zuerst, dass ein autonomes Albanien unter osmanischer Herrschaft und unter dem Schutz der Großmächte erschaffen werde. Nachdem aber offensichtlich geworden war, dass das Osmanische Reich Mazedonien und somit die Landverbindung zu Albanien verlieren würde, wurde dieser Entscheid im Frühjahr 1913 verworfen.<sup id="cite_ref-Jelavich_11-2" class="reference"><a href="#cite_note-Jelavich-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Friedensvertrag vom Mai 1913 wurde Albanien als ein eigenständiger, neutraler Staat anerkannt. Als Staatsform wurde eine <a href="Konstitutionelle_Monarchie" title="Konstitutionelle Monarchie">konstitutionelle Monarchie</a> unter Führung eines ausländischen Fürsten und unter dem Schutz der Großmächte bestimmt. Die im Detail noch <a href="Festlegung_der_albanischen_Grenze" title="Festlegung der albanischen Grenze">festzulegenden Grenzen</a> umfassten ein Gebiet von 28.000 Quadratkilometern, das von rund 800.000 Menschen bewohnt wurde. Montenegro musste Shkodra aufgeben, nachdem bei der Eroberung der Stadt rund 10.000 Mann ihr Leben verloren hatten. Serbien beugte sich widerwillig einem <a href="Ultimatum" title="Ultimatum">Ultimatum</a> von Österreich-Ungarn, Deutschland und Italien, sich aus Nordalbanien zurückzuziehen. Große Gebiete mit einer albanischen Bevölkerungsmehrheit, insbesondere Kosovo und der <a href="Albaner_in_Mazedonien" class="mw-redirect" title="Albaner in Mazedonien">Westen Mazedoniens</a>, verblieben hingegen außerhalb des neuen Staats, so dass der Vertrag die vielen ethnischen Probleme der Region nicht lösen konnte.
</p>

<p>Als die Großmächte die Unabhängigkeit Albaniens anerkannten, gründeten sie zugleich die <i>Internationale Kontrollkommission</i>, die sich bemühte, ihre Befugnisse auszudehnen und die provisorische Regierung in Vlora und die rivalisierende Regierung von <a href="Essad_Pascha_Toptani" title="Essad Pascha Toptani">Essad Pascha Toptani</a>, die von den Großgrundbesitzern Zentralalbaniens unterstützt wurde und sich einer beeindruckenden Miliz rühmte, kaltzustellen. Die Kontrollkommission entwarf eine Verfassung, die eine Nationalversammlung lokal gewählter Abgeordneter, der Führer der wichtigsten religiösen Gruppen, zehn vom Prinzen bestimmter Personen und weiterer beachtenswerter Persönlichkeiten vorsah. Nachdem die Großmächte den Deutschen <a href="Wilhelm_zu_Wied_(1876%E2%80%931945)" title="Wilhelm zu Wied (1876–1945)">Wilhelm zu Wied</a> zum <a href="F%C3%BCrstentum_Albanien" title="Fürstentum Albanien">Fürsten von Albanien</a> ernannt hatten, trat Qemali am 22.&nbsp;Januar 1914 zurück.
</p><p>Die Nationsbildung sollte aber noch lange andauern: Im <a href="Erster_Weltkrieg" title="Erster Weltkrieg">Ersten Weltkrieg</a> war Albanien besetzt, und erst in den späten 1920er Jahren stabilisierte sich unter <a href="Ahmet_Zogu" title="Ahmet Zogu">Ahmet Zogu</a>, der sich später zum <a href="K%C3%B6nigreich_Albanien" title="Königreich Albanien">König</a> ausrufen ließ, die Lage zwischen den rivalisierenden Mächten im Land. 1939 wurde Albanien von den Italienern besetzt. Die <a href="Partei_der_Arbeit_Albaniens" title="Partei der Arbeit Albaniens">Kommunisten</a>, die nach dem <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieg</a> die Macht übernahmen, schufen einen besonders starken albanischen Nationalismus, der von intensiver Isolationspolitik geprägt war. Im Kosovo dauerten die territorialen Streitigkeiten zwischen Albanern und Serben fort, bis der <a href="Kosovokrieg" title="Kosovokrieg">Kosovokrieg</a> 1999 eine Wende brachte und 2008 die albanische Mehrheit die Unabhängigkeit des Landes ausrief. Die Albaner beanspruchen den Kosovo, weil ihre Angehörigen dort zumindest seit dem 18. Jahrhundert die Bevölkerungsmehrheit stellen.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der albanische Nationalismus erlebte dort eine wahre Wiedergeburt, so dass die Forderung nach einem <a href="Gro%C3%9Falbanien" title="Großalbanien">Großalbanien</a> wieder vermehrt zu hören ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Liga_von_Prizren" title="Liga von Prizren">Liga von Prizren</a></li>
<li><a href="Liga_von_Peja" title="Liga von Peja">Liga von Peja</a></li>
<li><a href="Geschichte_Albaniens" title="Geschichte Albaniens">Geschichte Albaniens</a></li>
<li><a href="Geschichte_des_Kosovo" title="Geschichte des Kosovo">Geschichte des Kosovo</a></li>
<li><a href="Geschichte_Mazedoniens" class="mw-redirect" title="Geschichte Mazedoniens">Geschichte Mazedoniens</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Zuzana Finger: <cite style="font-style:italic">Die albanische Nationsbildung</cite>. In: Peter Jordan, Karl Kaser, Walter Lukan, Stephanie Schwandner-Sievers, Holm Sundhaussen (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Österreichische Osthefte</cite>. Jahrgang 45, Heft 1/2. Peter Lang, 2003, <a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a>&nbsp;<span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220029-9375%22&amp;key=cql">0029-9375</a></span>, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>135–149</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rilindja&amp;rft.atitle=Die+albanische+Nationsbildung&amp;rft.au=Zuzana+Finger&amp;rft.date=2003&amp;rft.genre=journal&amp;rft.issn=0029-9375&amp;rft.jtitle=%C3%96sterreichische+Osthefte&amp;rft.pages=135-149&amp;rft.place=Wien&amp;rft.pub=Peter+Lang&amp;rft.volume=Jahrgang+45%2C+Heft+1%2F2" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://lcweb2.loc.gov/frd/cs/altoc.html"><i>Albania</i></a> Library of Congress Country Study</li>
<li><a href="Mark_Mazower" title="Mark Mazower">Mark Mazower</a>: <cite style="font-style:italic">The Balkans: A Short History</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Modern Library Chronicles</cite>. Random House, New York 2000, ISBN 0-679-64087-8.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rilindja&amp;rft.atitle=The+Balkans%3A+A+Short+History&amp;rft.au=Mark+Mazower&amp;rft.btitle=Modern+Library+Chronicles&amp;rft.date=2000&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=0679640878&amp;rft.place=New+York&amp;rft.pub=Random+House" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li>Schwandner-Sievers, Bernd J. Fischer: <cite style="font-style:italic">Albanian Identities: Myth and History</cite>. Indiana University Press, Bloomington 2002, ISBN 0-253-21570-6.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rilindja&amp;rft.au=Schwandner-Sievers%2C+Bernd+J.+Fischer&amp;rft.btitle=Albanian+Identities%3A+Myth+and+History&amp;rft.date=2002&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=0253215706&amp;rft.place=Bloomington&amp;rft.pub=Indiana+University+Press" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li>Stavro Skendi: <cite style="font-style:italic">The Albanian national awakening, 1878-1912</cite>. Princeton University Press, Princeton 1967 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.com/books?id=LCKFAAAAIAAJ&amp;hl=en&amp;ei=TWhtTMwfkI047eDdsAs&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;ct=result&amp;resnum=1&amp;ved=0CCcQ6AEwAA">Auszug</a> bei Google Books).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rilindja&amp;rft.au=Stavro+Skendi&amp;rft.btitle=The+Albanian+national+awakening%2C+1878-1912&amp;rft.date=1967&amp;rft.genre=book&amp;rft.place=Princeton&amp;rft.pub=Princeton+University+Press" style="display:none">&nbsp;</span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-Kaser-1"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Kaser_1-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Kaser_1-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Karl Kaser, Frank Kressing: <cite style="font-style:italic">Albania – A country in transition Aspects of changing identities in a south-east European country</cite>. Nomos-Verlag Extracts, Baden-Baden 2002, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>15</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rilindja&amp;rft.au=Karl+Kaser%2C+Frank+Kressing&amp;rft.btitle=Albania+-+A+country+in+transition+Aspects+of+changing+identities+in+a+south-east+European+country&amp;rft.date=2002&amp;rft.genre=book&amp;rft.pages=15&amp;rft.place=Baden-Baden&amp;rft.pub=Nomos-Verlag+Extracts" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Michael Hurst: <cite style="font-style:italic">The Albanian National Awakening, 1878–1912. By Stavro Skendi. Princeton and London: Princeton University Press, 1968. Pp. 498. 110s</cite>. In: <cite style="font-style:italic">The Historical Journal</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>12</span>, <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>2</span>. Cambridge 1969, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>380</span>, <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.1017/S0018246X00004416">10.1017/S0018246X00004416</a></span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://journals.cambridge.org/action/displayAbstract?fromPage=online&amp;aid=3892212">journals.cambridge.org</a> [abgerufen am 17.&nbsp;Oktober 2012]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rilindja&amp;rft.atitle=The+Albanian+National+Awakening%2C+1878-1912.+By+Stavro+Skendi.+Princeton+and+London%3A+Princeton+University+Press%2C+1968.+Pp.+498.+110s&amp;rft.au=Michael+Hurst&amp;rft.date=1969&amp;rft.doi=10.1017%2FS0018246X00004416&amp;rft.genre=journal&amp;rft.issue=2&amp;rft.jtitle=The+Historical+Journal&amp;rft.pages=380&amp;rft.place=Cambridge&amp;rft.volume=12" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-balkans1453-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-balkans1453_3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-balkans1453_3-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-balkans1453_3-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text">Leften Stavros Stavrianos, Traian Stoianovich: <cite style="font-style:italic">The Balkans since 1453</cite>. 2. Auflage. C. Hurst, London 2000, ISBN 978-1-85065-551-0 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.com/books?id=xcp7OXQE0FMC&amp;lpg=PA502&amp;dq=Albanian%20league%201878&amp;as_brr=3&amp;pg=PA502#v=onepage&amp;q=Albanian%20league%201878&amp;f=false">Auszug auf Google Books</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rilindja&amp;rft.au=Leften+Stavros+Stavrianos%2C+Traian+Stoianovich&amp;rft.btitle=The+Balkans+since+1453&amp;rft.date=2000&amp;rft.edition=2.&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9781850655510&amp;rft.place=London&amp;rft.pub=C.+Hurst" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Miranda Vickers: <cite style="font-style:italic">The Albanians: A Modern History</cite>. I. B. Tauris, New York 1999, ISBN 978-1-86064-541-9 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.co.uk/books?id=IzI0uOZ2j6gC&amp;source=gbs_navlinks_s">Auszug bei Google Books</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rilindja&amp;rft.au=Miranda+Vickers&amp;rft.btitle=The+Albanians%3A+A+Modern+History&amp;rft.date=1999&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9781860645419&amp;rft.place=New+York&amp;rft.pub=I.+B.+Tauris" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Barbara Jelavich: <cite style="font-style:italic">History of the Balkans: Eighteenth and nineteenth centuries</cite>. Cambridge University Press, Cambridge 1999, ISBN 978-0-521-27458-6, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>349</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.co.uk/books?id=qR4EeOrTm-0C&amp;source=gbs_navlinks_s">Auszug bei Google Books</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rilindja&amp;rft.au=Barbara+Jelavich&amp;rft.btitle=History+of+the+Balkans%3A+Eighteenth+and+nineteenth+centuries&amp;rft.date=1999&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9780521274586&amp;rft.pages=349&amp;rft.place=Cambridge&amp;rft.pub=Cambridge+University+Press" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Arthur Bullard: <cite style="font-style:italic">The Diplomacy of the Great War</cite>. BiblioBazaar, 2009, ISBN 978-1-110-00529-1 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.com/books?id=qRr-FJWc30sC&amp;lpg=PA3&amp;dq=congress%20of%20berlin%201878&amp;as_brr=3&amp;pg=PA6#v=onepage&amp;q=congress%20of%20berlin%201878&amp;f=false">Beschreibung auf Google Books</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rilindja&amp;rft.au=Arthur+Bullard&amp;rft.btitle=The+Diplomacy+of+the+Great+War&amp;rft.date=2009&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9781110005291&amp;rft.pub=BiblioBazaar" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-turku-7"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-turku_7-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-turku_7-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-turku_7-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-turku_7-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-turku_7-4">e</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-turku_7-5">f</a></sup></span> <span class="reference-text">Helga Turku: <cite style="font-style:italic">Isolationist States in an Interdependent World</cite>. Ashgate Publishing, 2009, ISBN 978-0-7546-7932-5 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.com/books?id=ssaBKV1gABYC&amp;lpg=PA63&amp;dq=Albanian%20league%201878&amp;as_brr=3&amp;pg=PA63#v=onepage&amp;q=Albanian%20league%201878&amp;f=false">Auszug bei Google Books</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rilindja&amp;rft.au=Helga+Turku&amp;rft.btitle=Isolationist+States+in+an+Interdependent+World&amp;rft.date=2009&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9780754679325&amp;rft.pub=Ashgate+Publishing" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Ulrich M. Schmid: <cite style="font-style:italic">Albaniens Schicksal</cite>. In: <cite style="font-style:italic"><a href="Neue_Z%C3%BCrcher_Zeitung" title="Neue Zürcher Zeitung">Neue Zürcher Zeitung</a></cite>. <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>219</span>. Zürich 21.&nbsp;September 1999, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>67</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.alexandria.unisg.ch/export/DL/59252.pdf">PDF</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rilindja&amp;rft.atitle=Albaniens+Schicksal&amp;rft.au=Ulrich+M.+Schmid&amp;rft.date=1999-09-21&amp;rft.genre=journal&amp;rft.issue=219&amp;rft.jtitle=Neue+Z%C3%BCrcher+Zeitung&amp;rft.pages=67&amp;rft.place=Z%C3%BCrich" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-myths-9"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-myths_9-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-myths_9-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Stephanie Schwandner-Sievers, Bernd J. Fischer (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Albanian Identities: Myth and History</cite>. Indiana University Press, Bloomington 2002, ISBN 978-0-253-34189-1.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rilindja&amp;rft.btitle=Albanian+Identities%3A+Myth+and+History&amp;rft.date=2002&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9780253341891&amp;rft.place=Bloomington&amp;rft.pub=Indiana+University+Press" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text"><cite style="font-style:italic">Albania, general information</cite>. 8 Nëntori, Tirana 1984 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.com/books?id=uFE8AAAAMAAJ">Beschreibung bei Google Books</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rilindja&amp;rft.btitle=Albania%2C+general+information&amp;rft.date=1984&amp;rft.genre=book&amp;rft.place=Tirana&amp;rft.pub=8+N%C3%ABntori" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-Jelavich-11"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Jelavich_11-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Jelavich_11-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Jelavich_11-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text">Barbara Jelavich: <cite style="font-style:italic">History of the Balkans: Twentieth century</cite>. In: Joint Committee on Eastern Europe (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Joint Committee on Eastern Europe Publication Series</cite>. Volume 2, <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>12</span>. Cambridge University Press, Cambridge 1983, ISBN 0-521-27459-1 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.ch/books?id=Hd-or3qtqrsC&amp;source=gbs_navlinks_s">Voransicht bei Google Books</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rilindja&amp;rft.atitle=History+of+the+Balkans%3A+Twentieth+century&amp;rft.au=Barbara+Jelavich&amp;rft.date=1983&amp;rft.genre=journal&amp;rft.isbn=0521274591&amp;rft.issue=12&amp;rft.jtitle=Joint+Committee+on+Eastern+Europe+Publication+Series&amp;rft.place=Cambridge&amp;rft.pub=Cambridge+University+Press&amp;rft.volume=Volume+2" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Dimitrije Bogdanović: <cite style="font-style:italic">Knjiga o Kosovu</cite>. Hrsg.: Antonije Isaković. Serbische Akademie der Wissenschaften und Künste, Belgrad 1986 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.kosovo.net/sk/rastko-kosovo/istorija/knjiga_o_kosovu/index.html">Beitrag online</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rilindja&amp;rft.au=Dimitrije+Bogdanovi%C4%87&amp;rft.btitle=Knjiga+o+Kosovu&amp;rft.date=1986&amp;rft.genre=book&amp;rft.place=Belgrad&amp;rft.pub=Serbische+Akademie+der+Wissenschaften+und+K%C3%BCnste" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">John Phillips: <cite style="font-style:italic">Macedonia: warlords and rebels in the Balkans</cite>. I.B. Tauris, London 2004, ISBN 1-86064-841-X, The rise of Albanian nationalism (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.ch/books?id=SB1OrH8iZtcC&amp;pg=PR3&amp;source=gbs_selected_pages&amp;cad=3#v=onepage&amp;q&amp;f=false">Auszug bei Google Books</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abookitem&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rilindja&amp;rft.atitle=The+rise+of+Albanian+nationalism&amp;rft.au=John+Phillips&amp;rft.btitle=Macedonia%3A+warlords+and+rebels+in+the+Balkans&amp;rft.date=2004&amp;rft.genre=bookitem&amp;rft.isbn=186064841X&amp;rft.place=London&amp;rft.pub=I.B.+Tauris" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Taru Bahl: <cite style="font-style:italic">Encyclopaedia of the Muslim World</cite>. Anmol publications PVT., New Delhi 2003, ISBN 81-261-1419-3, The Balkan Wars and creation of Independent Albania (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.ch/books?id=ceW4dR78ubEC">Beschreibung auf Google Books</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abookitem&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rilindja&amp;rft.atitle=The+Balkan+Wars+and+creation+of+Independent+Albania&amp;rft.au=Taru+Bahl&amp;rft.btitle=Encyclopaedia+of+the+Muslim+World&amp;rft.date=2003&amp;rft.genre=bookitem&amp;rft.isbn=8126114193&amp;rft.place=New+Delhi&amp;rft.pub=Anmol+publications+PVT." style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-shaw-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-shaw_15-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Stanford J. Shaw: <cite style="font-style:italic">History of the Ottoman Empire and modern Turkey</cite>. Volume 2 – Reform, Revolution, and Republic: The Rise of Modern Turkey 1808–1975. The Press Syndicate of University of Cambridge, Cambridge 2002, ISBN 0-521-29166-6, Clearing the Decks: Ending the Tripolitanian War and the Albanian Revolt (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.ch/books?id=AIET_7ji7YAC&amp;source=gbs_navlinks_s">Auszug bei Google Books</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abookitem&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rilindja&amp;rft.atitle=Clearing+the+Decks%3A+Ending+the+Tripolitanian+War+and+the+Albanian+Revolt&amp;rft.au=Stanford+J.+Shaw&amp;rft.btitle=History+of+the+Ottoman+Empire+and+modern+Turkey&amp;rft.date=2002&amp;rft.genre=bookitem&amp;rft.isbn=0521291666&amp;rft.place=Cambridge&amp;rft.pub=The+Press+Syndicate+of+University+of+Cambridge&amp;rft.volume=Volume+2+-+Reform%2C+Revolution%2C+and+Republic%3A+The+Rise+of+Modern+Turkey+1808-1975" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-ekrem_vlora_2-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-ekrem_vlora_2_16-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Ekrem Bey Vlora: <cite style="font-style:italic">Lebenserinnerungen (1912 bis 1925)</cite>. In: Mathias Bernath (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Südosteuropäische Arbeiten</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>II</span>. R. Oldenbourg, München 1973, ISBN 3-486-47571-1.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rilindja&amp;rft.atitle=Lebenserinnerungen+%281912+bis+1925%29&amp;rft.au=Ekrem+Bey+Vlora&amp;rft.btitle=S%C3%BCdosteurop%C3%A4ische+Arbeiten&amp;rft.date=1973&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=3486475711&amp;rft.place=M%C3%BCnchen&amp;rft.pub=R.+Oldenbourg&amp;rft.volume=Bd.+II" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Noel Malcolm: <cite style="font-style:italic">Is it true that Albanians in Kosova are not Albanians, but descendants from Albanianized Serbs?</cite> In: Anna di Lellio (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">The case for Kosova: passage to independence</cite>. Anthem Press, London 2006, ISBN 1-84331-245-X (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.co.uk/books?id=aNEW0jtOjK8C&amp;pg=PA19">Auszug</a> bei Google Books).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Rilindja&amp;rft.atitle=Is+it+true+that+Albanians+in+Kosova+are+not+Albanians%2C+but+descendants+from+Albanianized+Serbs%3F&amp;rft.au=Noel+Malcolm&amp;rft.btitle=The+case+for+Kosova%3A+passage+to+independence&amp;rft.date=2006&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=184331245X&amp;rft.place=London&amp;rft.pub=Anthem+Press" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-09-05" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Rilindja&amp;oldid=259488060">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
</div>
</div><!--/htdig_noindex--></div>
</div>
</main>
</div>
</div>
</div>
<script src="./_webp_/webpHandler.js"></script>

</body></html>